Foto: Theresa Pewal

Foto: Theresa Pewal

SA 14. SEPTEMBER 2024 • 19.30 UHR

Stiftsbasilika Lilienfeld (Dormitorium)

Matthias Bartholomey, Violoncello

 

NAH DRAN | MATTHIAS BARTOLOMEY SOLO

J.S. BACH, Suiten für Violoncello (Auswahl) / Groove- & rockbetonte Eigenkompositionen

Matthias Bartolomey - Lullaby

Johann Sebastian Bach - Preludium (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Matthias Bartolomey - Nicht mehr wie früher

Johann Sebastian Bach - Allemande (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Matthias Bartolomey - Fernambuk

Johann Sebastian Bach - Oh Haupt voll Blut und Wunden

Johann Sebastian Bach - Courante (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Johann Sebastian Bach - Sarabande (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Johann Sebastian Bach - Was Gott tut, das ist wohlgetan

Matthias Bartolomey - Still

Johann Sebastian Bach - Bourée I & II (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Johann Sebastian Bach - Jesu meine Freude

Matthias Bartolomey - Isabella

Johann Sebastian Bach - Gigue (aus der Suite Nr. 3 in C Dur)

Matthias Bartolomey - Atem

Johann Sebastian Bach - Nun ruhen alle Wälder

Wir bleiben Kinder


„Sie sind die Quintessenz von Bachs Schaffen“, sagte Pablo Casals über dessen Suiten für Violoncello. Wer sich schon einmal in diesem kammermusikalischen Kosmos verloren hat, kennt das Gefühl – ganz nah an der Musik zu sein, Bachs Gedanken mit Geist und Herz in sich aufzunehmen. Der warme Klang des Violoncellos und die Intimität dieser Musik üben eine Anziehungskraft aus, die sich kaum fassen lässt. Umso mehr kann man die Kraft spüren. In seinen sechs Suiten nimmt uns Bach an die Hand und führt uns über lichte Höhen und durch tiefe Täler; es ist Musik für die menschliche Seele. Es verwundert nicht, dass alle, die das Cello spielen, irgendwann ihren eigenen Weg zu diesen Solowerken finden wollen. Auch Matthias Bartholomey ging als Studierender und als Virtuose zu Bach; als Komponist ging er weiter auf seinem Weg und lässt nun seine eigene Musik und die originalen Sätze der C-Dur-Suite als Partner im Dialog aufeinandertreffen. 

In seinen eigenen Worten sind Matthias Bartolomeys Eigenkompositionen „Kommentare aus unserer Zeit, als Farbenspiel und Reflexion.“ Im Zusammenspiel mit Bachs Musik verschwimmen historische Unterschiede und verwandeln sich zum zeitlosen Pluralismus, der sich ganz dem Violoncello und seinen virtuosen Möglichkeiten verschreibt. Dabei werden zwei Instrumente gespielt: auf einem Instrument von David Tacchler von 1727 erklingt die Bach-Suite, auf einem detailgetreuen Nachbau von Philip Bonhoeffer von 2021 spielt Matthias Bartolomey seine eigenen Kompositionen. Zwei Komponisten vereinen sich in einem Virtuosen; dafür braucht es einen kreativen Geist und Vorstellungskraft. Bach sagte einmal: „Wem die Kunst das Leben ist, dessen Leben ist eine große Kunst.“


(Alexander Moore)


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